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Martin Audio Wavefront Precision

15. Apr.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Juli

Stronger. Smarter. Faster. Higher Precision.

 

Stell dir vor, du bist an einem Martin Audio Training für die beiden grossen Wavefront Precision Arrays, und am meisten beeindruckt dich die Stille. Wie kommt das?

 

  • … das schaffen wir: Daniel Zurwerra, Virtually Audio, Milan Marti, X-Light und ich.

Da waren wir, an besagtem Martin Audio Training in Geisingen, nahe der Schweizer Grenze.



Tag eins

Mit Display 3 Software inklusive Einblick in die kommende Version, Systemoptimierung, Presets erstellen und ausgezeichneter Verpflegung – dafür nochmals herzlichen Dank an Thomas Obeth, Inhaber der Firma topro die Eventmacher, als Gastgeber, leidenschaftlicher Koch und Organisator dieses Anlasses, sowie Ben Tucker als Product Support Engineer und Flemming Bjerke von Martin Audio.


  • Durch den ersten Tag führt Ben Tucker, Product Support Engineer von Martin Audio
  • mit der grundsätzlichen Erklärung der System Optimisation mit Display 3.
  • Unser Gastgeber Thomas Obeth, Inhaber der Firma topro die Eventmacher


Am zweiten Tag: Aufbau

Innerhalb einer Stunde hängen zwölf WPL und zwölf WPC, darunter stapeln sich zwölf SXH(F)218. Das grosse WPL beginnt, programmiert für gleichmässige Wiedergabe bis 70 Meter.

  • Die vorher berechneten Winkel lassen sich im Trolley einstellen, ohne ein einziges Element anzuheben
  • Zwölf Martin Audio WPL, zwölf Martin Audio WPC stehen bereit
  • Eine Stunde später hängen beide Arrays und sind verkabelt, darunter die Subs in Cardioid-Anordnung.
  • Vorne das WPL, hinten das WPC, jeweils zwölf Schnitze.

Und nun die entscheidende Frage:

Was beeindruckt am meisten? – Völlig unscheinbar und wenig beachtet, die Ruhe hinter dem Array.

 


Cardioid? Nur die zwölf SXH am Boden.

Das Array mit der Display Software optimiert, die Bühne als Hard Avoid definiert. Genau wie eine Beamsteering Säule richtet das System den Beam auf den Publikumsbereich und verhindert Sidelobes nach hinten. Der Vorteil der WP-Serie gegenüber einer Säule: Die einzelnen Elemente stehen nicht senkrecht übereinander, bereits die Winkel zwischen den Elementen sind Teil der Berechnung.


  • Beeindruckend: hybrid Horn/Reflex Subwoofer mit zwei 18" Chassis mit 115 mm Schwingspule.

 

Beginnen wir von vorn, also ganz hinten und starten unseren Fussmarsch bei 90 Metern, laufen auf die Bühne zu. Bei 70 Metern erkennst du deutlich, von hier an bewegst du dich im optimierten Bereich. Die Stimme steht klar da, darüber saubere Höhen, nichts zerrt, nichts beisst, nichts schreit dich an – sicher ein Verdienst der Konus-Mitteltöner und der kleinen Hochton-Kompressionstreiber. Die Lautstärke bis zur Bühne steigt minimal, voreingestellt sind fünf dB (vorne plus drei, hinten minus zwei verglichen mit dem FOH). Natürlich werden die Bässe lauter und der Grundton voller, ganz aushebeln lässt sich die Physik nicht.


 

Und dann die Überraschung

  • Durch die Systemoptimierung mit Display 3 löscht sich der Schall auf der Bühne aus.

Innerhalb weniger Schritte fragst du dich, wer hat was ausgeschaltet? Die paar Meter zwischen kurz vor bis neben dem Array lassen den Direktschall so dramatisch zusammenfallen, dass das Echo des FOH-Zeltes lauter ist.

 

«Das geht nicht ohne Cardioid!» habe ich kürzlich in einem Gespräch gehört. Doch, der Effekt ist hier, der Gesprächspartner leider nicht.

 

Simon Honywill, Audio Consultant für das Glastonbury Festival beschreibt das so: «es ist, als würdest du durch eine unsichtbare Tür gehen»

 

Das nenne ich «Higher Precision.»

 



  • 80 Meter sind schon sehr weit entfernt. Trotz wechselndem Wind funktioniert die Abdeckung

Nun simulieren wir die eigentlich erfreuliche Situation, dass ein Event mehr Publikum anzieht als erwartet. Entsprechend erweitert sich der zu beschallende Bereich von 70 auf 100 Meter.

Das Array bleibt oben, wir ändern keinen Winkel.

Die Display Software rechnet mit den neuen Vorgaben und spielt die Parameter in die Systemendstufen.

Klar, im realen Leben planst du diese Distanzen kaum ohne Delays. Was aber, wenn am Glastonbury Festival Elton John vor 120'000 Personen auftritt, und der Veranstalter den entfernten Bereich vor der Pyramid Stage auch beschallt haben will?


Das ist «Smarter». Und «Stronger». Und «Faster».

 

Wir ziehen verschiedene Varianten durch, optimieren verschiedene Distanzen und Hard Avoid Flächen, abwechselnd mit dem WPL und WPC, mit und ohne Subs.

Die WPC spielen schlanker, auf etwas geringere Distanzen, aber nicht weniger beeindruckend. Und nicht weniger präzise. Saubere Mitten, saubere Höhen, auch hier durch Konus- und noch kleinere Kompressionstreiber. Auch hier bleibt die Bühne still. Auch hier erreichst du 60 Meter, gesteuert und programmiert mit derselben Software wie alle Wavefront Precision Arrays.

Aber wenn du schon das grosse hängen hast, willst du vor allem dieses hören.



Bis die Zeit gekommen ist, um mit dem Abbau zu beginnen

  • … das schaffen wir: Daniel Zurwerra, Virtually Audio, Milan Marti, X-Light und ich.
  • Zwölf Martin Audio SXH218 respektive SXHF218…

Innerhalb einer halben Stunde stehen alle Subs im Lager, beide Arrays sind unten und in ihren 4er Trolleys verstaut.

 

Das nenne ich «Faster».

 


Weitere Einblicke

Beschreibungen bei den Fotos ;)

 

  • Ben Tucker weiss, wie es geht und was es braucht. Aber wo hat er es verstaut?
  • Gastgeber Thomas Obeth, Inhaber der Firma topro die Eventmacher, an seinem Lieblingsarbeitsplatz
  • Wir sind bereit, diesmal Milan mit Edi Wamister rechts im Bild.
  • Zugegeben, wir hatten die Unterstützung der topro Eventmacher, hier beim Aufbau des FOH.
  • In Amp City herrscht Ordnung, erklärt Flemming Bjerke von Martin Audio.
  • 18stk iK42 Systemendstufen warten darauf, dass wir sie aufbauen.
  • Daniel Zurwerra, Virtually Audio, Milan Marti, X-Light und ich.
  • Kurz vor Abbau sind noch alle da
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